Nicht für alle ist Valentinstag romantisch:
Wenn die Lust nachlässt oder der Sex unangenehm wird
Valentinstag ist für viele ein schöner Anlass und viele denken an Nähe und Intimität. Und manche merken gerade dann besonders: „Irgendwie ist es nicht mehr wie früher.“ Weniger Lust, vaginale Trockenheit oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind Themen, über die viele Patientinnen ungern sprechen – dabei sind sie in der Perimenopause und Menopause häufig.
Wichtig ist: Das ist kein „Sie müssen sich nur entspannen“-Thema. Sehr oft gibt es körperliche Ursachen, die man erkennen und behandeln kann.
Was in den Wechseljahren im Körper passiert
In der Perimenopause schwanken die Hormone, später sinkt der Östrogenspiegel. Östrogen unterstützt unter anderem gut durchblutete, elastische Schleimhäute. Wenn weniger Östrogen vorhanden ist, kann die Vaginalschleimhaut trockener und empfindlicher werden – und Sex kann unangenehm oder schmerzhaft sein.
Zusätzlich können Symptome wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, Erschöpfung oder Stimmungsschwankungen die Lust dämpfen. Und auch Stress, Sorgen, Medikamente oder Beziehungsthemen spielen oft mit hinein.
Typische Anzeichen, die viele Patientinnen beschreiben
- Vaginale Trockenheit
- Brennen oder Reizgefühl
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Weniger Lust oder weniger Erregbarkeit
- Mitunter auch häufiger Harndrang oder wiederkehrende Reizungen
Was Sie selbst tun können
- Schmerzen bitte ernst nehmen: nicht „durchhalten“. Das verstärkt oft Anspannung und Vermeidung.
- Pragmatische Hilfe bei Trockenheit: Gleitmittel und vaginale Feuchtigkeitspflege können viel verbessern.
- Druck rausnehmen: Libido ist nicht konstant. Sie darf schwanken – das ist normal.
Wann ist eine Abklärung sinnvoll?
Wenn Beschwerden neu sind, zunehmen oder Sie belasten (z. B. Schmerzen beim Sex, Brennen/Jucken, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder wiederkehrende Reizungen), ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll. Oft lässt sich die Ursache gut einordnen – und es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehören je nach Befund z. B. passende Pflegekonzepte, Behandlung von Entzündungen/Infektionen, Beratung zu Schleimhauttherapien (auch lokal) oder eine individuell passende Wechseljahresbegleitung.
Wir sind für Sie da.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich in den Wechseljahren etwas verändert hat: Sie müssen damit nicht allein bleiben.
Und falls Sie am Valentinstag feiern, dann vor allem mit einem guten Gefühl im eigenen Körper.








