Weltkrebstag 2026
Ein Tag für Mitgefühl und für gute Entscheidungen
Heute, am 4. Februar, ist Weltkrebstag. Für viele ist das ein Thema, das mitten ins Leben fällt: als Diagnose, als Sorge, als Begleitung, als Verlust.
Heute geht es nicht darum, Angst zu machen. Sondern darum, hinzuschauen und sich selbst ernst zu nehmen. Denn bei vielen Krebserkrankungen gilt: Je früher Veränderungen entdeckt werden, desto besser sind oft die Behandlungsmöglichkeiten.
Brustkrebs: Warum Aufmerksamkeit wichtig bleibt
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland gibt es grob rund 74.500 Neuerkrankungen pro Jahr.
Und ein Punkt, den viele unterschätzen: Etwa die Hälfte der Brustkrebsfälle tritt bei Frauen auf, die keine „besonderen“ Risikofaktoren haben – außer Alter und Geschlecht.
Heißt ganz praktisch: Vorsorge ist kein Thema „nur für andere“.
Früherkennung in Deutschland: Mammographie-Screening kurz erklärt
Für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren besteht in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie zur Früherkennung. Das ist ein qualitätsgesichertes Programm.
Wichtig dabei:
- Screening richtet sich an Menschen ohne Symptome.
- Wenn Sie Beschwerden oder eine Auffälligkeit bemerken, ist das kein „Screening-Thema“. Dann sollte es zeitnah individuell abgeklärt werden.
Welche Veränderungen sollte man abklären lassen?
Bitte melden Sie sich, wenn Sie neu oder anhaltend bemerken:
- einen tastbaren Knoten oder eine Verhärtung in der Brust oder Achsel
- Einziehung der Haut oder Brustwarze oder auffällige Hautveränderung
- eine neue Form oder Größenveränderung der Brust
- Rötung, Schwellung oder anhaltende Schmerzen ohne klaren Grund
- Sekret aus der Brustwarze, vor allem einseitig oder blutig
- nicht heilende Veränderungen oder Ekzeme an der Brustwarze
Ganz wichtig: Vieles davon ist oft harmlos, aber genau deshalb lohnt sich das Abklären. Es nimmt Druck raus und schafft Klarheit.
Was Sie heute konkret tun können: 3 Schritte, die wirklich machbar sind
- Prüfen Sie Ihren Vorsorgetermin: Wann war Ihr letzter Check?
- Wenn Sie zwischen 50 und 75 sind: Nehmen Sie die Mammographie wahr oder holen Sie den Termin nach.
- Wenn Brustkrebs in der Familie vorkommt oder Sie unsicher sind: Sprechen Sie uns an. Dann planen wir gemeinsam, was für Sie sinnvoll ist.
Ein Satz zur Angst, weil sie oft der eigentliche Termin-Killer ist
Viele schieben Vorsorge aus Angst vor einem Befund. Verständlich. Aber häufig ist es andersrum: Ungewissheit macht mehr Stress als ein klarer Plan. Und genau dabei unterstützen wir.
Meine Empfehlung als Frauenärztin
Wenn Sie Fragen haben, wenn Sie unsicher sind oder wenn Ihnen eine Veränderung auffällt: Lassen Sie es bitte abklären. Lieber einmal zu früh als zu spät. Wir nehmen uns Zeit, ordnen das gemeinsam ein und besprechen die nächsten Schritte, inklusive Überweisung und Diagnostik, falls nötig.
Herzlich
Ihre Dr. med. Alexandra Böckenhoff
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei akuten Beschwerden bitte zeitnah ärztlich abklären lassen.








