Krebsvorsorge für Frauen

Überblick über die gesetzlichen Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs und seinen Vorstufen, die Frauen im Rahmen der Krebsvorsorge kostenlos in Anspruch nehmen können.

Früherkennung rettet Leben. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind der wichtigste Schutz vor Krebs. In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit für Sie und begleiten Sie durch alle empfohlenen Untersuchungen – einfühlsam und professionell.

Nutzen Sie die Möglichkeiten der gesetzlichen Krebsfrüherkennung. Wir beraten Sie gerne persönlich.

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Früherkennung gibt Sicherheit

Krebsvorsorge bedeutet, Veränderungen frühzeitig zu entdecken – oft lange bevor Beschwerden auftreten. Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für wichtige Vorsorgeuntersuchungen in verschiedenen Lebensphasen.

In unserer Praxis führen wir alle empfohlenen Untersuchungen durch und beraten Sie zu ergänzenden Möglichkeiten. Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen – nehmen Sie die Vorsorge ernst.

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Heilungschance bei früh erkanntem Gebärmutterhalskrebs
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brusterhaltende Behandlung möglich bei früh erkanntem Brustkrebs
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Heilungschance bei Darmkrebs im Frühstadium
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der Krebsfälle sind besser behandelbar wenn sie früh erkannt werden
Frauenärztin erklärt Krebsvorsorge am Modell der Gebärmutter

Vorsorge ab 20 – einmal im Jahr für Ihre Sicherheit

Ab dem 20. Lebensjahr haben Frauen Anspruch auf eine jährliche gynäkologische Vorsorge. Diese Untersuchung umfasst:

  • Ausführliches Gespräch über Ihre Gesundheit und mögliche Beschwerden
  • Gynäkologische Untersuchung der äußeren und inneren Geschlechtsorgane
  • PAP-Abstrich vom Gebärmutterhals zur Früherkennung von Zellveränderungen
  • Ab 30 Jahren zusätzlich Tastuntersuchung der Brust und Achselhöhlen

Je nach Alter und Situation ergänzen wir die Untersuchung sinnvoll.

Diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist in der Regel schmerzfrei. Vereinbaren Sie am besten gleich einen festen Termin pro Jahr – so vergessen Sie Ihre Vorsorge nicht.

Vorsorge in jedem Lebensalter

Je nach Alter werden unterschiedliche Untersuchungen empfohlen. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen.

Gebärmutterhals

Ab 20 Jahren: jährlich

Ab 35 Jahren: alle 3 Jahre mit HPV-Test

Brust

Ab 30 Jahren: jährliche Tastuntersuchung

50-75 Jahre: alle 2 Jahre Mammographie

Haut

Ab 35 Jahren: alle 2 Jahre

Ganzkörper-Screening auf Hautkrebs

Darm

Ab 50 Jahren: jährlicher Stuhltest

Ab 55 Jahren: Darmspiegelung oder Stuhltest alle 2 Jahre

Beim PAP-Abstrich werden mit einem kleinen Bürstchen vorsichtig Zellen vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal entnommen. Diese Zellen werden unter dem Mikroskop untersucht, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und ist in der Regel nicht schmerzhaft. Der PAP-Test ist eine der erfolgreichsten Methoden zur Krebsfrüherkennung – seit seiner Einführung ist die Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs deutlich gesunken.

Der HPV-Test weist Humane Papillomviren nach, die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Ab 35 Jahren wird der HPV-Test kombiniert mit dem PAP-Abstrich durchgeführt. Ein positiver HPV-Test bedeutet nicht automatisch Krebs, sondern zeigt an, dass eine Infektion vorliegt. Die meisten HPV-Infektionen heilen von selbst aus. Bei auffälligen Befunden werden weitere Kontrollen oder Untersuchungen empfohlen.

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, die im Rahmen des Screening-Programms alle zwei Jahre für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren angeboten wird. Sie erhalten automatisch eine Einladung per Post. Die Untersuchung wird in spezialisierten Zentren durchgeführt und dauert etwa 10 Minuten. Dabei wird die Brust kurz zwischen zwei Platten zusammengedrückt, um aussagekräftige Bilder zu erstellen. Die Mammographie kann kleinste Veränderungen erkennen, lange bevor sie tastbar sind.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die sicherste Methode zur Darmkrebsfrüherkennung. Mit einem flexiblen Schlauch wird der gesamte Dickdarm untersucht. Auffällige Befunde oder Polypen können direkt entfernt werden. Die Untersuchung erfolgt in der Regel unter einer leichten Narkose, sodass Sie nichts spüren. Eine gründliche Darmreinigung am Vortag ist notwendig. Ab 55 Jahren wird die Darmspiegelung von der Krankenkasse übernommen. Alternativ können Sie alle zwei Jahre einen Stuhltest machen.

Kostenübernahme

Die gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen vollständig übernommen und sind für Sie kostenfrei. Sie müssen lediglich Ihre Versichertenkarte vorlegen.

Die Teilnahme an der Krebsvorsorge ist freiwillig, wird jedoch ausdrücklich empfohlen, da viele Erkrankungen im frühen Stadium gut behandelbar sind.

Die einzelnen Untersuchungen sind nach Alter gestaffelt und richten sich nach den aktuellen Vorsorgerichtlinien.

Privatversicherte sollten den individuellen Leistungsumfang vorab mit ihrer Versicherung klären.

Alle Informationen zu den Altersgrenzen und Untersuchungsintervallen der verschiedenen Vorsorgeangebote finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.

Wichtige Hinweise zur Krebsvorsorge
Bei erhöhtem Risiko können kürzere Intervalle sinnvoll sein
Diese Altersangaben und Untersuchungshäufigkeiten gelten für Frauen ohne relevante Vorerkrankungen oder erhöhtes familiäres Risiko. Liegt bei Frauen ein erhöhtes Krebsrisiko vor, gibt es spezielle Vorsorgeprogramme mit kürzeren Abständen und zusätzlichen Untersuchungen.

Ergänzende Vorsorgeuntersuchungen (IGeL)

Erweiterte Vorsorge für Ihre Sicherheit

Neben den gesetzlichen Kassenleistungen bieten wir in unserer Praxis zusätzliche Untersuchungen an, die Ihre Vorsorge sinnvoll ergänzen können. Diese Leistungen
müssen privat bezahlt werden, können aber einen wichtigen zusätzlichen Schutz bieten.

Empfohlene zusätzliche Untersuchungen:

  • Vaginalsonographie (Ultraschall): Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken zur Früherkennung von Veränderungen
  • Brustultraschall: Ergänzung zur Tastuntersuchung, besonders bei dichtem
    Brustgewebe
  • Immunologischer Stuhltest: Sensitiver Test zur Darmkrebsfrüherkennun
  • Dünnschicht-Zytologie (Thin-Prep): Verbessertes Verfahren für den PAPAbstrich
  • Blasenkrebs-Früherkennung: Urintest für Risikopatientinnen

Gerne beraten wir Sie persönlich, welche zusätzlichen Untersuchungen für Sie sinnvoll sein
können.

Ältere Patientin informiert sich über Krebsvorsorge und Gesundheitsuntersuchungen

Wann sollten Sie außerhalb der Vorsorge zum Arzt?

Unabhängig von den Vorsorgeuntersuchungen sollten Sie bei folgenden Symptomen zeitnah einen Arzt aufsuchen:

  • Ungewöhnliche vaginale Blutungen (außerhalb der Periode)
  • Tastbare Knoten in der Brust
  • Veränderungen der Brustwarzen
  • Ausfluss aus der Brustwarze
  • Anhaltende Unterleibsschmerzen
  • Blut im Stuhl oder Urin
  • Auffällige Hautveränderungen
Ältere Patientin informiert sich über Krebsvorsorge und Gesundheitsuntersuchungen

Auch im höheren Alter wichtig

Vorsorge hört nicht mit 70 auf. Auch im höheren Alter profitieren Sie von regelmäßigen Untersuchungen. Das Mammographie-Screening wurde kürzlich auf Frauen bis 75 Jahre erweitert.

Sprechen Sie mit uns darüber, welche Untersuchungen für Sie persönlich sinnvoll sind. Wir berücksichtigen dabei Ihre individuelle Gesundheit, Vorerkrankungen und familiäre Belastungen.

Vorsorge ist in jedem Alter ein Zeichen von Selbstfürsorge.

Häufig gestellte Fragen zur Krebsvorsorge

FAQs Fragen und Antworten

Die meisten Untersuchungen sind schmerzfrei. Der PAP-Abstrich kann kurz ungewohnt oder leicht unangenehm sein, dauert aber nur wenige Sekunden. Wir erklären Ihnen jeden Schritt vorab, sodass Sie jederzeit wissen, was passiert.

Bei der gynäkologischen Vorsorge untersuchen wir die äußeren und inneren Geschlechtsorgane sowie den Gebärmutterhals. Dazu gehört auch der PAP-Abstrich zur Früherkennung von Zellveränderungen. Je nach Alter und Situation ergänzen wir die Untersuchung sinnvoll.

Ab 20 Jahren ist eine jährliche gynäkologische Vorsorge sinnvoll und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Weitere Untersuchungen wie der HPV-Test erfolgen in größeren Abständen. Wir behalten das für Sie im Blick und erinnern Sie auf Wunsch rechtzeitig.

Bei stärkerer Blutung empfehlen wir, den Termin zu verschieben, da der PAP-Abstrich dann nicht zuverlässig beurteilt werden kann. Bei leichter Blutung oder wenn Sie Beschwerden haben, können Sie selbstverständlich kommen.Im Zweifel klären wir das kurz vorab mit Ihnen.

Ein auffälliger Befund bedeutet in den meisten Fällen keinen Krebs. Häufig handelt es sich um harmlose Zellveränderungen, die wir zunächst kontrollieren. Wir erklären Ihnen genau, was der Befund bedeutet und besprechen in Ruhe die nächsten Schritte.

Die gesetzliche Krebsvorsorge wird in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Zusätzliche Untersuchungen besprechen wir transparent mit Ihnen im Vorfeld.

Ja, bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin. Rufen Sie uns einfach an oder nutzen Sie unser Online-Formular.

Die gesetzliche Krebsvorsorge beginnt ab 20 Jahren. Wenn Sie jünger sind,können selbstverständlich zur Beratung kommen, z. B. bei Fragen zu Verhütung, Menstruationsbeschwerden oder zur HPV-Impfung, die wir bis 18 Jahre empfehlen.

Weiterführende Informationen

Für detaillierte Informationen zur Krebsfrüherkennung und -vorsorge empfehlen wir folgende
Anlaufstellen:

Terminvereinbarung

Nehmen Sie Ihre Vorsorge ernst – für sich selbst und Ihre Liebsten. Regelmäßige Untersuchungen können Leben retten.

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